Trickbetrüger in Bargteheide unterwegs

Ein angeblicher Anruf der „Staatsanwaltschaft“, ein über einstündiges Telefongespräch, ein „Kollege“, der vor der Haustür stand, und eine ältere Dame, die diesem Glauben schenkte.

Am 30.01.2025 erhielt eine Bargteheiderin einen unerwarteten Anruf von der „Staatsanwaltschaft“. Der Mann am anderen Ende der Leitung wusste viel – auch über ihren verstorbenen Mann. Sie schenkte ihm ihr Vertrauen und ließ den angeblich später vorbeikommenden Mitarbeiter ins Haus. Nun ist sie zwar um eine Erfahrung reicher, aber um einen Besitz ärmer. Laut Polizei geschah dies an diesem Tag mindestens fünfmal in Bargteheide. Vorsicht ist also geboten.

Wie kommen die Betrüger an die Daten, und woher können sie wissen, dass es sich um ältere Menschen handelt? Die Frage ist einfach zu beantworten: Meist stehen nur noch ältere Menschen im Telefonbuch – häufig mit voller Adresse und einer kurzen, vierstelligen Rufnummer. Weitere Recherchen im Internet, z. B. nach Todesanzeigen, sowie geschicktes Ausfragen am Telefon ergeben dann eine glaubwürdige Geschichte.

Eine Geschichte mit einem bitteren Ende.

Wer sich schützen möchte, sollte überlegen, ob er überhaupt noch im Telefonbuch stehen muss und – wenn ja – ob mit vollständiger Adresse. Staatsanwälte rufen in der Regel nicht an, sondern schreiben die Beteiligten an. Skepsis gegenüber Fremden – egal ob am Telefon oder an der Haustür – ist immer angebracht.

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