Das Sturmtief Elli hat, und so kann man es leider nur bezeichnen, mal wieder gezeigt, wie unvorbereitet der Norden auf Schnee und Eis ist. Um die Kritik gleich abzuschwächen: So oft verirren sich ausgewachsene Schneeflocken ja auch nicht zu uns. Elli hat sich in Bargteheide gar nicht blicken lassen – also nicht wirklich als Sturmtief. Präventiv waren viele Arbeitende im Home-Office geblieben. Das galt in Teilen auch für die Regionalbahn. Das mag auch der Grund sein, warum im Einsatzarchiv der FF Bargteheide keine Einträge für den 09.01.2026 zu finden sind.
Soweit, so gut. Doch wer hilft eigentlich wem bei welcher Ausnahmesituation? Nehmen wir doch auch einmal den Brandanschlag auf Teile der Stromversorgung in Berlin dazu. War das nun ein Fall für den Katastrophen- oder für den Zivilschutz?
Die beiden Begriffe werden oft durcheinandergeworfen, jedoch sind ihre Aufgaben und Ziele unterschiedlich definiert. Der Katastrophenschutz wird dadurch definiert, dass er alle Maßnahmen zu ergreifen hat, um die Bevölkerung vor außergewöhnlichen Ereignissen zu unterstützen, die die Fähigkeit des Staates und der Gesellschaft, das tägliche Leben aufrechtzuerhalten, übersteigen. Dazu zählen Naturkatastrophen wie z.B. die Sturmflut vom Februar 1962 in Hamburg oder der Winter 1978/79, der mit Fahrverboten einherging. Aber auch Waldbrände oder eben der Brandanschlag (Terroranschlag) auf Teile der Stromversorgung in Berlin vom 03.01.2026. In solchen Fällen soll der Katastrophenschutz schnell einsatzbereit sein, um Rettungs- und Hilfsmaßnahmen durchführen zu können. Um das zu gewährleisten, werden vorab Notfallpläne erstellt, Übungen durchgeführt und das Zusammenspiel der staatlichen Akteure wie Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienst und Ordnungsbehörden geübt.
Der Zivilschutz ist darauf ausgerichtet, die Bevölkerung im Fall eines Krieges oder eines Terroranschlags zu schützen. Vorab sollte es Maßnahmen geben, wie den Bau von Schutzbunkern, das Anlegen von Notvorräten und die Schulung der Bevölkerung. Und er soll die staatliche Ordnung aufrechterhalten. Neben dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) zählen das Technische Hilfswerk und Rettungsdienste zu den Akteuren.
Bargteheide, als lokale Zivilschutzorganisation, bietet auf seiner Homepage einige Informationen im Umgang mit dem Zivil- und Katastrophenschutz an.
Fest steht, dass für Krisenfälle jeder vorbeugende Maßnahmen selbst zu treffen hat. Dazu findet man auf den Seiten des BBK und der Stadt Bargteheide ausführliche Informationen.

