In Bargteheide wird eine Gedenktafel zur Erinnerung an den Todesmarsch im Frühjahr 1945 entstehen. Der Beschluss zur Errichtung steht fest. Über die konkrete Gestaltung, Text und Bilder auf einer gut mannshohen Tafel, soll in den kommenden Monaten eine offene Arbeitsgruppe beraten.
Die Geschichtswerkstatt Bargteheide e.V. lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung ein. Besonders angesprochen sind junge Menschen, deren Perspektiven für eine zukunftsgerichtete Erinnerungskultur von großer Bedeutung sind.
Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe findet am Freitag, 13. März, um 16:00 Uhr im Ratssaal in Bargteheide statt. Die Leitung übernimmt Johann Kutsche. Fachlich begleitet wird der Prozess durch die Hamburger Agentur „gwf-ausstellungen“.
Der Standort der Gedenktafel steht bereits fest: Sie wird auf dem Blühstreifen an der Hamburger Straße 1 zwischen Utspann und Juze (Jugendzentrum) errichtet. Dort befand sich eine große Scheune, in der in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 1945 etwa 250 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme mitsamt einer großen SS-Wachmannschaft untergebracht waren. Das Projekt soll an dieses historische und fast vergessene Ereignis erinnern und zur Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte beitragen. Weitere Informationen zur historischen Einordnung sind auf der Homepage der Geschichtswerkstatt unter www.geschichtswerkstatt-bargteheide.de abrufbar.

