„Fraktion vor Ort“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ fand in der vergangenen Woche eine gut besuchte und lebhaft geführte Diskussion in Bargteheide statt. Der Wahlkreisabgeordnete für Stormarn Nord, Claus
Christian Claussen, begrüßte dazu die Verkehrsstaatssekretärin, Frau Susanne Henckel.
Gemeinsam mit den zahlreich erschienen Gästen wurde ein breites Spektrum verkehrspolitischer Themen aus dem Land, insbesondere aber aus dem Wahlkreis, erörtert. Dabei nahmen die aktuellen Planungen zur
S4 besonderen Raum ein. Ab 2028 soll die Strecke ab Bargteheide in Richtung Hamburg vollständig barrierefrei ausgebaut werden.
Staatssekretärin Henckel wie auch Claus Christian Claussen setzen sich darüber hinaus auch dafür ein, dass auch der Abschnitt von Bargteheide nach Bad Oldesloe barrierefrei gestaltet wird. Das muss auch für den Bargteheider Bahnhof gelten.
Die Bahn plant auch die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Lübeck. Es ist dringend notwendig, dass die Planungen dieser beiden Großverfahren auf- und miteinander abgestimmt werden. Und während der unvermeidlichen Sperrzeiten muss rechtzeitig ein verlässlicher Schienenersatzverkehr geplant und eingerichtet werden. Insbesondere die Pendler benötigen Sicherheit, mit dem ÖPNV ihren Arbeitsplatz erreichen zu können. Aber auch der Straßenverkehr muss diese Funktion erfüllen.
Die Straßenunterführung unter der Bahn in Bargteheide hat z. B. überregionale Bedeutung, Sperrungen haben hier weitreichende Auswirkungen.
Die Politik führt hier bereits Gespräche mit der Deutschen Bahn.
Darüber hinaus war sich die Versammlung einig, dass Planungen für ein drittes Gleis von Bargteheide nach Hamburg bei der Erneuerung der Lohebrücke mit zu berücksichtigen sind.

Ein weiteres zentrales Thema des Abends waren die oftmals langwierigen Planungsverfahren im ländlichen Raum, etwa bei der Ortsumgehung Hammoor oder der Westumgehung Bargteheide. Hier besteht aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger dringender Handlungsbedarf.
Claus Christian Claussen formulierte es deutlich:
„Planungsverfahren müssen schneller und einfacher werden, ansonsten
verlieren wir immer weiter an Vertrauen in der Bevölkerung.“
Staatssekretärin Henckel unterstrich, dass man sich der Problematik bewusst sei und in Kiel mit Nachdruck daran arbeite, Prozesse zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

Abschließend wurde vereinbart, den Austausch fortzuführen, sobald
weitere Erkenntnisse zu den vielen Themen erarbeitet sind

Foto: Jürgen Müller