Silly Walks across Zebrastreifen

Die ein klein wenig Älteren unter uns werden Monty Python möglicherweise noch kennen. Großartiger britischer Humor! 🇬🇧

Angelehnt an einen der Sketche schlägt die WfB nun Folgendes vor:

„Für den wichtigen Zebrastreifen über die Theodor-Storm-Straße, nahe der Einmündung zur Straße „Am Schulzentrum“, haben wir einen besonderen Vorschlag: einen Silly Walks Übergang. 

Der Sketch „The Ministry of Silly Walks“ von Monty Python ist vielen bekannt. In Städten in Norwegen, den Niederlanden und den USA wurden statt des normalen Hinweisschildes ein „Silly Walks“-Verkehrszeichen aufgestellt. Das Zeichen gibt es natürlich nicht in der StVO. Aber in Bargteheide, einer Stadt mit Sprachdusche und sprechenden Papierkörben, kann man ruhig mal etwas Schräges versuchen. 

In Michigan (USA) hat eine Familie vor ihrem Haus eine „Silly-Walks-Zone“ mit Schildern markiert. Bis heute haben sich über 55.000 Passanten davon animieren lassen und viel Spaß dabei gehabt. Vielleicht geht so etwas auch in Bargteheide.“ 

In Spijkenisse bei Rotterdam gibt es tatsächlich einen Zebrastreifen mit einem offiziellen Verkehrsschild, das Fußgänger auffordert, mit einem „Silly Walk“ (Monty Python-Stil) die Straße zu überqueren.

Die Stadt hatte das aus Spaß aufgestellt – der zuständige Dezernent sagte: „Es ist schön, wenn Leute lächelnd über die Straße gehen.“

In Deutschland sieht das leider anders aus:

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) schreibt vor, dass Fußgänger Zebrastreifen „ohne unnötige Verzögerung“ und in „angemessener Eile“ überqueren sollen.

Ein Silly Walk wäre hier wahrscheinlich eine Ordnungswidrigkeit (§ 25a StVO – „ungehöriges Verhalten auf Fußgängerüberwegen“), wenn auch mit sehr geringer Verfolgungswahrscheinlichkeit.

Ein Spaß-Schild aufstellen geht also nicht – Verkehrszeichen brauchen eine amtliche Genehmigung.